Foto in Vektor: was geht und was nicht
Ein Foto lässt sich auf zwei verschiedene Arten in einen Vektor umwandeln, und jede dient einem anderen Zweck. Keine fügt Details hinzu, die im Foto nicht waren.
Weg 1: Fotomodus
Das Foto wird zu Tausenden kleiner Formen in flachen Farben, in Ebenen übereinandergelegt. Aus normaler Entfernung sieht es aus wie das Foto. Als Vektor skaliert es auf jede Druckgröße, auch Großformat, ohne Pixel und ohne Unschärfe.

Gut zu wissen:
- Die Umwandlung dauert einige Sekunden bis einige zehn Sekunden.
- Das Ergebnis wird nur als SVG gespeichert. Bearbeitungswerkzeuge und die übrigen Formate funktionieren in diesem Modus nicht.
- Die Datei hat Zehntausende Formen und meist 10-50 MB, öffnet sich also langsamer als eine gewöhnliche Vektorgrafik.
- Stark vergrößert zeigt sie ein Mosaik flacher Flecken mit scharfen Rändern. Das ist eine Eigenschaft der Methode, kein Fehler.
Weg 2: vereinfachte Illustration
Die gewöhnliche Vektorisierung eines Fotos ergibt eine Illustration mit begrenzter Formenzahl. Sie sieht nicht mehr wie ein Foto aus, sondern wie eine Grafik nach einem Foto. Dafür kannst du sie mit allen Werkzeugen bearbeiten und in jedem Format speichern.
Dieser Weg ist langsamer. Ein Foto mit vielen Farben braucht Minuten, bei hoher Detailstufe auch viel Speicher. Es hilft, die Größe zu verringern („Größe anpassen“, etwa 1024 px) und die Detailstufe zu senken.
So wählst du
| Du brauchst | Wähle |
|---|---|
| Einen großen Fotodruck ohne Pixel | Fotomodus |
| Eine Grafik für T-Shirt oder Plakat in wenigen Farben | Vereinfachte Illustration |
| Eine Datei, in der du Farben und Formen änderst | Vereinfachte Illustration |
| Eine Datei für Plotter oder Laser | Vereinfachte Illustration und DXF-Export |
So schaltest du ihn ein
Im automatischen Modus erkennt das Programm ein Foto selbst und fragt: „Fotomodus“ oder „Vektorgrafik“. Im manuellen Modus hakst du „Fotomodus (nur SVG)“ unter dem Bildtyp an.
Was die Vektorisierung nicht leistet
Sie schärft kein unscharfes Foto und stellt keine Details wieder her, die die Komprimierung verschluckt hat. Ein Vektor gibt wieder, was im Bild ist. Ein Foto mit niedriger Auflösung bleibt nach der Umwandlung ein Foto mit wenig Details, nur ohne sichtbare Pixel.


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